Omas Quarkkeulchen

Mir geht es auch so………, und ich bin stolz darauf! Meine Küche spiegelt meinen Lebensraum und die Erfahrungen, welche ich in ihm mache. Wenn ich mir Heimat selbst bin, ist meine Küche wie mein Garten und mein Heim sichtbarere Ausdruck dieser Heimat als gelebte Kunst in mir. Es ist Zeit auf die Zeit zu antworten!

loosy says

Eines der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Language of Food-Workshop auf Sizilien war, dass vom Essen zu schreiben bedeutet, über das Leben zu schreiben. Jeder, der sich mal mit verschiedenen Lernmethoden beschäftigt hat, weiß, dass man sich Dinge am besten einprägt, wenn man möglichst viele Sinneseindrücke damit verknüpft – sie also etwa mit der Hand aufschreibt, sich laut vorsagt oder sich beim Lernen bewegt. Beim Essen werden natürlich sämtliche Sinne angesprochen – wir sehen, riechen und schmecken, wir tasten und hören, was wir uns einverleiben. Und so werden auch unsere Emotionen und Erinnerungen aus diesen Momenten gespeichert und verbinden sich mit bestimmten Gerichten.

Luisaerzählt zum Beispiel in ihrem Buch davon, wie sie sich beim Kochen den Menschen nahe fühlt, die sie mit den Gerichten verbindet, selbst, wenn ein Ozean zwischen Ihnen liegt. Ich selbst habe diese Erfahrung auch schon oft gemacht, deswegen gibt es im Herbst meist ein Thanksgiving

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Besonders für Ulli

Von einem ähnlichen Boat träumte mir in den Nächten vor dem Umzug nach Linköping. Das damalige etwas mehr bullige Steamboat, in derselben Farbgebung wie diese Fähre auf dem Bosporus, mehr in Form eines Rettungsbootes, steamte durch starken Wellengang. Ich betrachtete es von der rechten Seite aus leichter Höhe über dem Boot und dachte an ull. Auf deutsch: Wolle. Die ich so sehr liebe, in jeder Form, und wie ich den Mann an meiner Seite nenne. Die neue Adresse sollte Ullstämma sein. Später hörte ich Ull seie der Name eines Gottes der nordischen Sage.

ps Manche Funktionen und Anwendungen habe ich hier immer noch nicht entdeckt.

ps Das Bild habe ich in letzter Zeit irgendwo beim surfen im Netz entdeckt und wende es nur zum privaten Gebrauch an.

 

 

Schulgang:

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irgendwann,

in den 6oigern,

      nach Gemeinschaftskunde -welches Wort -;

auf dem Weg von der Schule heim,

    dachte das Mädchen:

       „Wenn die Familie die

(Kern-),/die Keimzelle der

Demokratie ist,

    dann ist es schlecht um den Staat bestellt.“

?

    Sie hatte da schon so viel familia gesehen.

Manchmal

fällt das Wochenbergfest – der Donnerstag – aus. Und es ist schon Wochenende -D82 – Amsterdam Airport auf dem Weg nach Hamburg.

Feb-27-2017-top.jpgSuderburg ist das Ziel. Früher hiess das bei uns Pattensen, Peine, Paris.

Suderburg ist von Linköping mit der Bahn nicht an einem Tag zu erreichen. Unglaublich!

Sind wir noch klug?

-in lauter Trauer

Welch gute Idee für eine Webseite von „In-lauter-Trauer„und das möchte ich gerne mit einem kleinen Text von  mir unterstützen:

Gustav S. war der Erste. 

Der erste Sterbende in meinem Leben. Im 1. Lehrjahr am 1. Juni vor 43 Jahr.
Die Geschichte mit Gustav bleibt so besonders, weil er nicht nur mein erster Sterbender. Nein, auch die Geschehnisse drumherum waren fast alle ein Erstes, ein erstes Mal.
Beim Bettenmachen am ersten Tag meines 1 praktischen Einsatzes auf Station 1 lernte ich ihn kennen. Das Bein von Zimmer 1. Lag wort- und regungslos auf dem Rücken in einem blütenweiss bezogenen Bett. Wie Gustav atmete!
Das Bett mit Gustav stand linker Seite an der Wand eines kleinen Raumes. Hinter seinem Kopf gegenüber der Tür zum Flur befand sich ein Fenster. Dort stand eine alte Linde. Ihre letzten Blütenköpfe wehten durch die Lücke des Angeklappten. Das Rauschen der Lindenblätter im milden, sanften Frühsommerwindes war wie Musik im Hintergrund. Auf einem kleinen quadratischen Tisch linkerhand des Bettes, in Höhe des Kopfteils, lag, ein aus naturweissem Leinen handgewebtes Deckchen, quer zum Quadrat der Tischplatte. Darauf stand, nicht mittig, eine recht dicke Kerze. Daneben lagen Streichhölzer, eine Bibel und ein kleiner, bunter, selbstgepflückter Wiesenblumenstrauss in einer Glasvase.
Die mich begleitende Pflegekraft riss Gustav die Bettdecke hoch. Das Bein! Niemals zuvor hatte ich so etwas gesehen. Der Stumpf dunkelblau-schwarz. Es roch nach Linden. Die auch anleitende Pflegekraft drückte mir eine Spritze in die Hand, zeigte auf eine Stelle oberhalb des Stumpfes und sprach: “Spritz! Es tut nicht mehr weh.” Darauf verliess sie den Raum. Mit erster Spritze in der Hand stand ich und blickte auf Gustav. Aber wir waren nur kurz allein, weil die Tür sich öffnete. Die Stationsschwester begleitet von einem Pfarrer kam herein. Sie entzündete die Kerze. Der Pfarrer nahm die Bibel in die rechte Hand. In der anderen hielt er eine Schale mit Weihwasser, die er mitgebracht hatte. Er legte die Bibel auf Gustavs Brust. Sprach ein lateinisches Gebet. Schlug mit dem Weihwasser, welches er nicht abgestellt hatte, ein Kreuz auf Gustavs Stirn und als ob Gustav befreit sei öffnete er die Augen und schaute uns langsam der Reihe nach an. Es schien als ob er lächelte, holte ein letztes Mal tief Luft und hätte de Wind nicht weiter gesungen, wäre es totenstill gewesen. Ich mit der unbenutzten Spritze in der Hand. Die gefalteten Hände der Nonne, der Priester mit dem Weihwasser in der Hand. Alles ein erstes Mal. Um 8.30 am Morgen des ersten Tag.
Gustav und die kurze, intensive Zeit unseres Zusammentreffen hat mein Pflegeverhalten, aber auch wie ich trauere, lebenslang geprägt. Gustav ist immer in meinem Herzen.
Warum erzähle ich Euch diese Geschichte? Die Nähe, die ich zu einem Menschen verspüre, ist nicht abhängig von Zeit, Raum, Geschlecht oder sonst irgendetwas. Sie ist. Energie. Alle meine jetzt Toten?( und die Lebenden) lehren mich leben. Jeder auf seine Weise. Und für sich; wichtig. Keiner ist wie der Andere. Wie wunderbar. Zu lieben.

 

zu „Herzkramen • elfmalelf“

„Dass jemand ohne Nominierung mitmacht, kommt ja eh nie vor. [Wer mir nicht glaubt, darf gerne durch einen Herzkrambeitrag den Gegenbeweis antreten.]“; schrieb Random. Hier meine  spontanen Assoziationen:

I • Blog: schreiben, lachen, lieben, Bilder, träumen, lesen, Freude, Trauer, Reaktion, Farbe, Neugier, (Test);

II • Sprache: laut, leise, precis, ungenau, schön, verständlich, unverständlich, vielfältig, treffend, fein, fremd, (wissenschaftlich);

III • Orte: Markt, Heim, Haus, Hof, Aussichtspunkt, Auto, Wald, Garten, Park, Hotel, Flughafen;

IV • Pflanzen: Blumen, Bäume, Gräser, Kräuter, Kürbis, Früchte, Gemüse, Kartoffeln, Heckenpflanzen, Getreide, Wildwuchs;

V • Tiere: Hunde, Katzen, Kühe, Schweine, Huhn und Hahn, Enten, Schwäne, Tiger, Löwe, Elefant, Fisch und Seepferdchen;

VI • Musik: leise, laut, wohlklingend, modern, choral, Sopran, Alt, Tenor, Bass, die Stones, Bach;

VII • Literatur: Text, Buch, Roman, Geschichte, Schrift, Druck, Dichter, Buchstaben, Hille und Textmanufaktur, Lesung, Preis;

VIII • Bildende Kunst: Malen, gestalten, Ausstellung, Kritiker, Foto, Museum, Atelier, Künstler, Statue, Gips, Bronze;

IX • Technik: Flugzeug, Maschine, Techniker, Plan, Produktionsstrasse, Einzelteile, Material, Zulieferer, Grenzen, Karl Marx und Friedrich Engels, Webstuhl;

X • Lebensmittel: Milch, Butter, Mehl, Eier, Vanillepulver, Backpulver, Nüsse, Nahrungsmittel, Einkauf, Äpfel und Birnen, Küchen: Orte für die Mittel zum Leben;

XI • Sinneseindrücke: laut, leise, stinkt, warm, kalt, schmierig, salzig, sauer, süss, scharf, kitzelig;