Schulgang:

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irgendwann,

in den 6oigern,

      nach Gemeinschaftskunde -welches Wort -;

auf dem Weg von der Schule heim,

    dachte das Mädchen:

       „Wenn die Familie die

(Kern-),/die Keimzelle der

Demokratie ist,

    dann ist es schlecht um den Staat bestellt.“

?

    Sie hatte da schon so viel familia gesehen.

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Manchmal

fällt das Wochenbergfest – der Donnerstag – aus. Und es ist schon Wochenende -D82 – Amsterdam Airport auf dem Weg nach Hamburg.

Feb-27-2017-top.jpgSuderburg ist das Ziel. Früher hiess das bei uns Pattensen, Peine, Paris.

Suderburg ist von Linköping mit der Bahn nicht an einem Tag zu erreichen. Unglaublich!

Sind wir noch klug?

-in lauter Trauer

Welch gute Idee für eine Webseite von „In-lauter-Trauer„und das möchte ich gerne mit einem kleinen Text von  mir unterstützen:

Gustav S. war der Erste. 

Der erste Sterbende in meinem Leben. Im 1. Lehrjahr am 1. Juni vor 43 Jahr.
Die Geschichte mit Gustav bleibt so besonders, weil er nicht nur mein erster Sterbender. Nein, auch die Geschehnisse drumherum waren fast alle ein Erstes, ein erstes Mal.
Beim Bettenmachen am ersten Tag meines 1 praktischen Einsatzes auf Station 1 lernte ich ihn kennen. Das Bein von Zimmer 1. Lag wort- und regungslos auf dem Rücken in einem blütenweiss bezogenen Bett. Wie Gustav atmete!
Das Bett mit Gustav stand linker Seite an der Wand eines kleinen Raumes. Hinter seinem Kopf gegenüber der Tür zum Flur befand sich ein Fenster. Dort stand eine alte Linde. Ihre letzten Blütenköpfe wehten durch die Lücke des Angeklappten. Das Rauschen der Lindenblätter im milden, sanften Frühsommerwindes war wie Musik im Hintergrund. Auf einem kleinen quadratischen Tisch linkerhand des Bettes, in Höhe des Kopfteils, lag, ein aus naturweissem Leinen handgewebtes Deckchen, quer zum Quadrat der Tischplatte. Darauf stand, nicht mittig, eine recht dicke Kerze. Daneben lagen Streichhölzer, eine Bibel und ein kleiner, bunter, selbstgepflückter Wiesenblumenstrauss in einer Glasvase.
Die mich begleitende Pflegekraft riss Gustav die Bettdecke hoch. Das Bein! Niemals zuvor hatte ich so etwas gesehen. Der Stumpf dunkelblau-schwarz. Es roch nach Linden. Die auch anleitende Pflegekraft drückte mir eine Spritze in die Hand, zeigte auf eine Stelle oberhalb des Stumpfes und sprach: “Spritz! Es tut nicht mehr weh.” Darauf verliess sie den Raum. Mit erster Spritze in der Hand stand ich und blickte auf Gustav. Aber wir waren nur kurz allein, weil die Tür sich öffnete. Die Stationsschwester begleitet von einem Pfarrer kam herein. Sie entzündete die Kerze. Der Pfarrer nahm die Bibel in die rechte Hand. In der anderen hielt er eine Schale mit Weihwasser, die er mitgebracht hatte. Er legte die Bibel auf Gustavs Brust. Sprach ein lateinisches Gebet. Schlug mit dem Weihwasser, welches er nicht abgestellt hatte, ein Kreuz auf Gustavs Stirn und als ob Gustav befreit sei öffnete er die Augen und schaute uns langsam der Reihe nach an. Es schien als ob er lächelte, holte ein letztes Mal tief Luft und hätte de Wind nicht weiter gesungen, wäre es totenstill gewesen. Ich mit der unbenutzten Spritze in der Hand. Die gefalteten Hände der Nonne, der Priester mit dem Weihwasser in der Hand. Alles ein erstes Mal. Um 8.30 am Morgen des ersten Tag.
Gustav und die kurze, intensive Zeit unseres Zusammentreffen hat mein Pflegeverhalten, aber auch wie ich trauere, lebenslang geprägt. Gustav ist immer in meinem Herzen.
Warum erzähle ich Euch diese Geschichte? Die Nähe, die ich zu einem Menschen verspüre, ist nicht abhängig von Zeit, Raum, Geschlecht oder sonst irgendetwas. Sie ist. Energie. Alle meine jetzt Toten?( und die Lebenden) lehren mich leben. Jeder auf seine Weise. Und für sich; wichtig. Keiner ist wie der Andere. Wie wunderbar. Zu lieben.

 

zu „Herzkramen • elfmalelf“

„Dass jemand ohne Nominierung mitmacht, kommt ja eh nie vor. [Wer mir nicht glaubt, darf gerne durch einen Herzkrambeitrag den Gegenbeweis antreten.]“; schrieb Random. Hier meine  spontanen Assoziationen:

I • Blog: schreiben, lachen, lieben, Bilder, träumen, lesen, Freude, Trauer, Reaktion, Farbe, Neugier, (Test);

II • Sprache: laut, leise, precis, ungenau, schön, verständlich, unverständlich, vielfältig, treffend, fein, fremd, (wissenschaftlich);

III • Orte: Markt, Heim, Haus, Hof, Aussichtspunkt, Auto, Wald, Garten, Park, Hotel, Flughafen;

IV • Pflanzen: Blumen, Bäume, Gräser, Kräuter, Kürbis, Früchte, Gemüse, Kartoffeln, Heckenpflanzen, Getreide, Wildwuchs;

V • Tiere: Hunde, Katzen, Kühe, Schweine, Huhn und Hahn, Enten, Schwäne, Tiger, Löwe, Elefant, Fisch und Seepferdchen;

VI • Musik: leise, laut, wohlklingend, modern, choral, Sopran, Alt, Tenor, Bass, die Stones, Bach;

VII • Literatur: Text, Buch, Roman, Geschichte, Schrift, Druck, Dichter, Buchstaben, Hille und Textmanufaktur, Lesung, Preis;

VIII • Bildende Kunst: Malen, gestalten, Ausstellung, Kritiker, Foto, Museum, Atelier, Künstler, Statue, Gips, Bronze;

IX • Technik: Flugzeug, Maschine, Techniker, Plan, Produktionsstrasse, Einzelteile, Material, Zulieferer, Grenzen, Karl Marx und Friedrich Engels, Webstuhl;

X • Lebensmittel: Milch, Butter, Mehl, Eier, Vanillepulver, Backpulver, Nüsse, Nahrungsmittel, Einkauf, Äpfel und Birnen, Küchen: Orte für die Mittel zum Leben;

XI • Sinneseindrücke: laut, leise, stinkt, warm, kalt, schmierig, salzig, sauer, süss, scharf, kitzelig;

Miniatur – Geduld

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„Wir müssen geduldig sein“, sagte die Freundin, „der Gedanke der Emanzipation ist erst etwas über hundert Jahre alt.“ „Da siehst du mal wer das wirklich schwächere Geschlecht ist“, sagte der Freund. Geduld ist eine Tugend, die mir nicht in die Wiege gelegt wurde und ich möchte nicht mehr in stärker und schwächer, größer und kleiner denken. Jede und Jeder in der eigenen Qualität. Jetzt.

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